
Die Kinder benötigen Alltagsmaterial und Naturmaterialien, um das Funktionsspiel auszuüben. Sie sind in der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres aufmerksam genug, um sich selbst längere Phasen am Tag mit Gegenständen zu beschäftigen. Dabei entwickeln sie die Fähigkeit, die Dinge zu greifen, zu halten und mit ihnen zu manipulieren. Vorausgesetzt, die Dinge wecken ihr Interesse. Vor allem Gegenstände, die sie in den Händen der Erwachsenen sehen, haben es ihnen angetan. Die Kinder staunen über die häufig mit Emotionen verbundene Benutzung von Dingen durch die Großen. Sie erschließen sich die Bedeutung einer Bürste, eines Lappens oder einer Cremeschachtel dadurch, dass sie den Erwachsenen zusehen und dann versuchen die Benutzung durch Nachahmung der gesehenen Tätigkeiten zu verstehen.
Sammlungen von Alltagsmaterialien haben für das Spiel der kleinen Kinder einen unschätzbaren Wert: Fein- und Grobmotorik werden trainiert, die Benutzung von Alltagsdingen und der damit verbundene Sinn dieser Gegenstände wird entschlüsselt. Die Alltagsdinge sprechen alle Sinne an. Mit ihnen lassen sich verschiedene elementare Spielhandlungen ausführen.
Erwachsene Bezugspersonen bieten den Kindern die Spielmaterialien an und zeigen deren Eigenschaften oder Funktionen, indem sie diese vor den Augen des Kindes mit sehr bedeutungsvollen Gesten in einander stecken, an einander schlagen oder verschwinden lassen.


































