Projekt Dokumentation

Ameisen


 
Reflektiert die Wertschätzung der Interessen von Kindern.

AmeisenRaumWuerfel

Projekte und Dokumentation – beides ist eng miteinander verbunden und reflektiert die Wertschätzung der Interessen von Kindern.Ameise2
In der Praxis erleben wir immer wieder, dass Kinder experimentierfreudig und wissbegierig sind. Ganz »banale« Dinge, wie zum Beispiel ein Blatt, ein Stein oder der Lichtschein der durch das Fenster dringt, kann für das Kind bedeutsam sein. Es geht nicht um das Überlegen der Fachkraft, welches Thema kann ich zu einem Projekt machen, sondern viel mehr um das Finden von Themen, was Kinder mit ihren Augen und Erzählungen uns Wahrnehmen lassen.

Die Idee zu diesem Projekt stammt aus der Reggio inspirierten Einrichtung Kita Allmendäcker in Sindelfingen. Zum wiederholten Mal erlebt Sarah die Kinder, wie sie sich über das Fotografieren unterhalten. Jonas ist nämlich aus dem Urlaub zurück und zeigt seinen Freunden ganz stolz seine mitgebrachten Bilder. Alle Bilder sind nicht so scharf, sondern eher verwackelt oder man erkennt nicht das ganze Motiv. Trotzdem ist Jonas stolz auf sie, denn er hat sie selber fotografiert, mit einer Kamera. Tamara sagt: „Meine Eltern haben ein Handy und das macht ganz tolle Bilder“.
Mila sagt: „Da ist so ein kleiner, schwarzer Punkt auf deinem Bild Jonas, ist das eine Ameise?“ Jonas kann es gar nicht mehr so richtig sagen, er hat tatsächlich eine Ameise gesehen, aber durch die Kamera und in der Erinnerung sah sie viel größer aus.

Sarah lächelt. Im heutigen Stuhlkreis erzählt Sarah den Kindern, dass sie ihren Gesprächen gefolgt ist. Sie erzählt den Kindern, dass man früher sogar noch einen Film in die Kameras einlegen und zu einem Fotogeschäft bringen musste, damit die Bilder entwickelt werden. Das ist natürlich sehr schwer vorstellbar für die Kinder, da sie mit ganz anderen Medien aufwachsen. Am Ende des Tages gibt Sarah jedem Kind einen Zettel für Zuhause mit und bittet die Eltern und Großeltern, ob sie der Gruppe ihre noch vorhandenen Kameras ausleihen würden, damit sie mit den Kindern ein Projekt gestalten kann. An den folgenden Tagen hat sich viel angesammelt und es wurden Filmdosen gebastelt, fotografiert, Geschichten erzählt und viel Wissenswertes zusammengetragen.
Die Zeit vergeht wie im Flug und Sarah überlegt sich, wie sie sich bei den Kindern bedanken kann. Am nächsten Tag schlägt sie den Kindern vor, dass sie eine gemeinsame Ausstellung für ihre Eltern, Großeltern und Geschwistern organisieren können. Sie haben so viel Material, dass es nicht nur für die Gestaltung im Foyer reicht, sondern sie können sogar noch einen kleinen »Raum« als Museumsplatz nutzen. Da durfte die Ameise nicht fehlen, denn die wurde mittlerweile in »groß« fotografiert. Glücklich sind sie und stolz auf ihr Meisterwerk.

Die Ausstellung ist ein großer Erfolg.


Button

passende Produkte

*Preise inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten