Dusyma in der Grundschule

Pythagoras transparent


Pythagoras in der Grundschule? – Ja! Im Mathematikunterricht der Grundschule sollen die Schülerinnen und Schüler in ihrem Denk- und Vorstellungsvermögen unterstützt werden. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit geometrischen Formteilen.

Anwendungsbeispiel Pythagoras DusymaDabei ist das Kennenlernen, Beschreiben und Herstellen geometrischer Grundformen das Ziel der Geometrie. Das Legen und Hantieren mit verschiedenen Figuren stellt einen wichtigen Aspekt dieses Unterrichts dar, bei dem das Spiel „Pythagoras transparent“ die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler unterstützt. Geschult werden auch Raumanschauungsvermögen und Vorstellungskraft. Kinder können so ihre Umwelt bewusster wahrnehmen und klassifizierend strukturieren.


Fertiges Arbeitsblatt zum Kennenlernen

Der Klick auf die folgende Abbildung führt Sie zu einem Arbeitsblatt, das in Zusammenarbeit mit Klett MINT entwickelt wurde. Sie können es gerne kopieren und im Unterricht verwenden.
Arbeitsblatt Pythagoras Dusyma
Zuerst betrachten die Kinder die beim Spiel mitgelieferten Dreiecke. Sie sollen herausfinden, was diese alle gemeinsam haben – nämlich einen rechten Winkel.

Für den Einsatz des Arbeitsblattes gibt es je nach Leistungsstand der Klasse bzw. der einzelnen Kinder zwei Möglichkeiten:

a) Die Kinder bekommen die verschiedenen anderen geometrischen Figuren und sollen diese mit den rechtwinkligen Dreiecken flächendeckend auffüllen. Das Arbeitsblatt dient als Ergebnissicherung.

b) Das Arbeitsblatt wird als offene Knobelaufgabe gestellt. Wenn ein Kind Unterstützung braucht, kann es versuchen, die Aufgaben mithilfe des Spiels zu lösen.



Das Dreieck im Unterricht in der Grundschule

Ein Dreieck besitzt drei Seiten und drei Ecken, wobei die Eckpunkte nicht auf einer Geraden liegen. Die Winkelsumme beträgt genau 180°.

Man unterscheidet drei Formen des Dreiecks nach der Größe ihrer Winkel:

  • spitzwinkelige Dreiecke (alle Innenwinkel sind kleiner als 90°)
  • rechtwinkelige Dreiecke (ein Innenwinkel beträgt genau 90°)
  • stumpfwinkelige Dreiecke (ein Winkel ist größer als 90°)
Weiter unterscheidet man Dreiecke auch nach der Länge der Seiten:
  • gleichseitige Dreiecke (drei Seiten sind gleich lang)
  • gleichschenklige Dreiecke (zwei Seiten sind gleich lang)
  • ungleichseitige Dreiecke (alle drei Seiten sind unterschiedlich lang)

Das Legen von Formen und Figuren mit Dreiecken ermöglicht den Schülerinnen und Schülern ihre visuelle Wahrnehmung zu schulen, insbesondere die visumotorische Koordination (Sehen und Bewegen von ebenen Figuren) und die Wahrnehmungskonstanz (Wiedererkennen geometrischer Formen in verschiedenen Anordnungen und Größen). Außerdem machen sie Erfahrungen zu Lagebeziehungen, also der Lage der Dreiecke zueinander und der Raumlage.


Die visuelle Wahrnehmungsfähigkeit

Die Wahrnehmung räumlicher Beziehungen bezeichnet die Fähigkeit, den eigenen Standort im Raum und die räumlichen Beziehungen zwischen Objekten zu erkennen und zu verstehen. Räumlich gesehen, ist jeder Mensch der Mittelpunkt seiner Welt und nimmt Gegenstände als hinter, vor, links, recht, über, unter sich etc. wahr. Auch die Lage von Gegenständen zueinander kann in Bezug gesetzt und hinsichtlich der Stellung zur eigenen Person wahrgenommen werden. Dabei gibt es immer drei mögliche Betrachtungsweisen:
  1. Die eigene Position zu den Dingen: „Ich stehe vor der Schule“
  2. Die Position der Dinge zueinander: „Der Bus steht neben der Schule“
  3. Die Position einer anderen Person: „Leo steht hinter der Schule“[1]

Zum Bereich der visuellen Wahrnehmung gehören verschiedene Kompetenzen wie die visuomotorische Koordination, die Figur-Grund-Wahrnehmung, die Wahrnehmungskonstanz, die Wahrnehmung räumlicher Beziehungen und das visuelle Gedächtnis. Beim Spiel Verflixt und zugelegt wird insbesondere die Erfassung der Raumlage gefördert. Diese ermöglicht es, den eigenen Standort im Raum und die räumliche Beziehung zwischen Objekten zu erkennen und zu verstehen.


Vielfältige Förderung von Kompetenzen im Grundschulunterricht

Das Teilgebiet der Geometrie weist einen sehr großen Alltagsbezug auf. Sie macht die Welt der Mathematik für die Kinder sichtbar und auf anschauliche Weise erfahrbar. Beim spielerischen Umgang mit dem Thema können Schülerinnen und Schüler grundlegende mathematische Vorgehensweisen wie das „systematische Probieren“ oder das „Entdecken von Strukturen“ erlernen. Das Spiel „Pythagoras transparent“ fördert die visuelle Wahrnehmungsfähigkeit. Diese gehört thematisch zu den mathematischen Kompetenzen im Bereich Raum und Form (Geometrie).

In den KMK-Bildungsstandards finden geometrischen Figuren eine besondere Beachtung im Inhaltsfeld „Raum und Form“:

  • Ebene Figuren nach Eigenschaften sortieren und Fachbegriffe zuordnen.
  • Modelle von ebenen Figuren herstellen und untersuchen (Bauen, Legen, Zerlegen, Zusammenfügen).
  • Zeichnungen mit Hilfsmitteln sowie Freihandzeichnungen anfertigen.


Produktabbildung Pythagoras online bei DusymaDas Wichtigste zu „Pythagoras transparent“ auf einen Blick


Bei dem Spiel „Pythagoras transparent“ handelt es sich um ein Legespiel, bei dem mit verschiedenen farbigen geometrischen Formteilen Muster und Bilder gelegt werden können. Der Grundbaustein für alle Teile ist das rechtwinklige Dreieck.

Inhalt/Material: 62 geometrische Formen (Dreiecke, Parallelogramme, Vierecke, Rechteck, Quadrat) aus satiniertem Acryl in sieben Farben, 1 Holzkasten mit transparentem Deckel (Maße: 19 cm x 19 cm x 8 cm), Spielanleitung inkl. 18 Legebeispielen.



Autorin: Katharina Rinck, Lehrerin für Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und Musik in einer vierten Klasse an der Grundschule in Herxheim, Lehrbeauftragte für ästhetische Bildung und Sachunterricht an der Uni in Landau in der Pfalz.

 

[1] Broschuere-Mathe_2014.pdf unter www.haus-der-kleinen-forscher.de

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