Dusyma in der Grundschule

Erfahrungen mit dem Märchenerfinder

 

Die ansprechend und kindgerecht illustrierten Märchenkarten aus Holz lassen die Kinder schnell in die Welt der Märchen eintauchen. Wie das in der Grundschule zum kreativen Schreiben genutzt werden kann und welche Einsatzmöglichkeiten sie noch bieten, erfahren wir im folgenden Interview mit einer Lehrkraft aus dem zweiten Schuljahr.

 J.Bender

Unsere Autorin Katharina Rinck sprach mit Justus Bender, der „frisch von der Uni“ kommend an der Herxheimer Grundschule als Vertretungslehrer eine zweite Klasse übernahm.

 

K. Rinck: „Lieber Herr Bender, Sie hatten die Märchenkarten einige Wochen im Einsatz. Sind Märchen für Grundschüler denn überhaupt noch interessant?"

 

J. Bender: „Märchen üben auf Grundschüler nach wie vor eine große Faszination aus. Sie bieten ein ihnen bekanntes Muster, das sich aber in vielen verschiedenen Geschichten ausdrückt. Zudem mögen sie die typischen Merkmale der Märchen, sei es nun Prinz, Prinzessin, Hexe, Räuber oder Fabeltier."

Märchenerfinder


„Die Schülerinnen und Schüler waren sehr angetan von den Karten. Jedes Kind hatte seine Favoriten, die es zum Schreiben besonders gern genutzt hat.“

 
Märchenerfinder Karten


Die Märchenbildkarten bieten vielfältige Spiel- und Fördermöglichkeiten. Kinder können eigene Geschichten und Märchen erfinden oder traditionelle Märchen bearbeiten. Dazu gibt es ein Begleitheft, das zahlreiche Anregungen liefert. Aber auch der freie Einsatz ist möglich. Dafür hat sich Justus Bender entschieden:Zunächst wurden die Karten von den Kindern in fester Reihenfolge gezogen, jede Geschichte bestand aus vier Karten. Nach und nach wagten sich einige Kinder an den Würfel. Das Zufallsprinzip machte ihnen Spaß, allerdings bekam jedes Kind einen „Joker“ mit dem es eine gezogene Karte zurücklegen und erneut würfeln konnte.“




„Hilfreich sind die schönen Darstellungen auf den Karten. Sie halfen dabei, den Geschichten durch
detaillierte Beschreibungen mehr Tiefe zu verleihen.“

 

Ein Ziel des Einsatzes der Märchenerfinder-Karten in der Grundschule ist es, die Schülerinnen und Schüler zum kreativen Schreiben zu ermuntern. Das hat bei vielen Kindern in Justus Benders Klasse geklappt.

J. Bender: „Jedes Kind war in der Lage, mit den Karten eine zusammenhängende Geschichte zu schreiben. Allerdings waren die Handlungen teils sehr sprunghaft, wenn die Kinder zwei Karten nicht verknüpfen konnten. Auf die Motivation hatte das aber keinen negativen Effekt. Schwächeren Kindern wurde öfter die Möglichkeit zugestanden, unliebsame Karten zu tauschen.“

Zum Spiel wurde von uns ein Arbeitsblatt entwickelt, dass als Wortspeicher dient und die Kinder mit wichtigen „Märchenwörtern“ beim kreativen Schreiben unterstützt. So bekommen sie eine zusätzliche Orientierung beim Einsatz der Karten.

 

 

Machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen mit dem Märchenerfinder

Nutzen Sie die spannende und interessante Welt der Märchen für Ihren fantasievollen und aufregenden Sprachunterricht und um Ihre Schülerinnen und Schüler zum kreativen und kooperativen Schreiben zu ermutigen.

 

Das Wichtigste zum Märchenerfinder auf einen Blick

Das Spiel „Märchenerfinder“ enthält ansprechend und kindgerecht illustrierte Märchenbildkarten aus Holz, die vielfältige Spiel- und Fördermöglichkeiten bieten. Kinder können eigene Geschichten und/oder Märchen erfinden oder traditionelle Märchen bearbeiten. Das Nacherzählen wird geübt und mithilfe der Märchenkarten unterstützt. Die Rückseiten der Bildkarten sind in vier verschiedenen Farben gebeizt, was die Zuordnung der Karten zu den Bereichen Personen, Orte, Dinge und Tiere ermöglicht (Farbcodierung).

Inhalt/Material: 56 Märchenbildkarten aus Holz (Maß je 15 cm x 10 cm), 1 Märchenwürfel (3,5 cm x 3,5 cm x 3,5 cm) aus Holz mit 6 unterschiedlich farbigen „Juwelen“ (Kunststoffsteinen), Spielanleitung in Holzbox (12 cm x 18 cm x 21 cm).

 

Autorin: Katharina Rinck, Lehrerin für Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und Musik in einer vierten Klasse an der Grundschule in Herxheim, Lehrbeauftragte für ästhetische Bildung und Sachunterricht an der Uni in Landau in der Pfalz.
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