Firmengründer Kurt Schiffler

Kurt Schiffler - unser Firmengründer

Am 6. April 1896 kam in Gotha/Thüringen Kurt Schiffler zur Welt. Er war ein zielstrebiger Unternehmer, ausgestattet mit einer außergewöhnlichen Kombination an Interessen und Begabungen. Neben der Faszination an mathematisch-naturwissenschaftlichen Themen fühlte er sich verbunden mit Kunst, Musik und Pädagogik. So kam es, dass er nach seinem Ingenieur-Studium an der Bergakademie Freiberg in Sachsen und später an der Technischen Hochschule Stuttgart am 7. Oktober 1925 die Dusyma-Werkstätten gründete und Mandolauten produzierte und vertrieb.

„Der Gedanke, einem so schönen und musikgeschichtlich so wertvollen Instrument zum Durchbruch verhelfen zu können, erschien mir wichtiger, als Elektromaschinen zu konstruieren und zu prüfen."
(Kurt Schiffler, rückblickend im Juli 1975)

Die Geburt der Branche der Kindergartenausstatter

Bei seinen Besuchen in Kindergärten, wo er seine Instrumente vorstellte und Seminare für Kindergärtnerinnen anbot, belastete ihn stets die primitive und wenig kindgerechte Ausstattung der Einrichtungen. Zum Teil 70 Kinder mussten gedrängt auf langen Holzbänken sitzen und hatten wenig Anregung zur freien Entfaltung. Kurt Schiffler fasste den Entschluss, dieser Not Abhilfe zu schaffen. So produzierte Dusyma alsbald neben Mandolauten auch Stühle und Tische sowie Spielmaterialien wie handgemalte Farbendomino-Spiele, bunte, abwaschbare Holzbauklötze und Farblegetäfelchen sowie Tierfiguren. Die Branche der Kindergartenausstatter war geboren.


Kindergarten der 30er Jahre

Dusyma – ein außergewöhnlicher Name

Kurt Schiffler war ein talentierter Tüftler und erfand ein Lineal, mit dem Durchmesser- und Symmetrie-Maße gezeichnet und vermessen werden konnten. Auch der Schiffler-Punkt entstammt seiner mathematischen Begabung. Als besonderer „Renner" erwies sich der original Dusyma-Steckbaustein, der seit damals unser Logo ziert.

Kurt Schifflers Erfindergeist und Streben nach Innovation bilden seit jeher die Basis unserer Arbeit und motivieren uns, sein ideenreiches Werk fortzuführen.


Der Dusyma Maßstab

Friedrich Fröbel - Wegbereiter und Impulsgeber für Kurt Schiffler

Friedrich Fröbel (1783-1852) und Kurt Schiffler konnten sich nie begegnen und doch ist ihre Seelenverwandtschaft unverkennbar. Der Reformpädagoge Fröbel, Begründer des Kindergartens, betonte stets das Spiel als zentrales kindliches Bedürfnis und führte die Freiarbeit in die Pädagogik ein. Inspiriert durch Kristallformen entwickelte er spezielle Spielgaben (Kugel, Walze, Würfel), die spielerisch das Denken aktivieren, Formen und Mengen erlebbar machen und zur schöpferischen Spielgestaltung anregen.

Getreu Fröbels Leitsatz: „Die Quellen alles Guten liegen im Spiel."

Dieses Variieren mit geometrischen Formen faszinierte Kurt Schiffler. Er verfeinerte Fröbels Philosophie und wurde alsbald zu einem international anerkannten Experten seiner Lehre. Noch heute ist Dusyma Spezialist für Fröbel-Pädagogik und vertreibt Fröbel-Gaben in der ganzen Welt.


Friedrich Fröbel

Würdigungen für eine herausragende Lebensleistung

1965 wurden Kurt Schifflers Verdienste als Pionier der Kindergartenbranche im Wirtschaftslesebuch „Die westdeutsche Wirtschaft und ihre führenden Männer" gewürdigt. Ein weiterer Höhepunkt in seiner Laufbahn war die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im Jahr 1971.

Zu seinem 70sten Geburtstag schrieb er:

„Eine ganz natürliche Art der Kunst, trotz zunehmenden Alters jung zu bleiben, besteht darin, das Kind in sich lebendig zu erhalten, nie aufzuhören, Fragen zu stellen und nie müde zu werden, stets neu zu versuchen, diese Fragen selbst zu beantworten."

Mit weit über 80 Jahren übergab Kurt Schiffler die Geschäftsführung an seine jüngste Tochter Lulu. Kurt Schiffler verstarb am 25.2.1986, kurz vor seinem 90. Geburtstag.


Lulu Schiffler-Betz und die Dusyma-Mitarbeiter führen heute sein Lebenswerk mit der gleichen Begeisterung, Leidenschaft und fachlichen Kompetenz fort, angeleitet von seinem Credo:

„Es ist so meine Art nicht, stehen zu bleiben bei etwas Gegebenem, sondern weiter zu fragen, mich selbst zu fragen, zu beobachten, zu forschen, das Brett nicht nur an der dünnsten Stelle zu bohren."


*Preise inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten